31 August 2016

Drachenzauber von Patricia Briggs



Wardwick von Hurog ist nicht der geliebte Sohn seines Vaters. Sein Leben lang tarnte er sich als dummer und einfältiger Tor, der für seinen brutalen und machtbesessenen Vater keine Bedrohung darstellt. Seinem Bruder Tosten ermöglicht er eine Flucht von Hurog, seine stumme Schwester Ciarra beschützt er mit aller Macht, die er aufbringen kann. Er selbst verliert jedoch durch die brutalen Schläge seines Vaters, seine Magie. Er kann sie im Land spüren, jedoch nicht mehr nutzen
Als Lord Hurog unverhofft bei einem Jagdunfall stirbt, wird Ward der neue Hurogmeten, der Hüter des Landes. Doch da ihn alle nur als dummen Tölpel kennen, wird sein Onkel Daraugh als Vormund eingesetzt. Der junge Lord muss nun beweisen, was in ihm steckt, denn er ist mit Leib und Seele an das Land Hurog gebunden. Das Land braucht einen starken Hurogmeten, der einen uralten Fluch brechen und die Rückkehr der Drachen ermöglichen kann. Denn Hurogmet bedeutet nichts anderes als Hüter der Drachen.
Also zieht Wardwick aus um ein Held zu werden und seinen Wert zu beweisen. Penrod, der Stallmeister, ist der erste, der erkennt, dass in Wardwick mehr steckt als es scheint. Seine Sensibilität und sein Fingerspitzengefühl für Pferde verraten ihn. Auch der ehemalige Leibwächter des alten Lords steht zu dem jungen Mann. Gemeinsam ziehen sie aus, aller Welt die Macht des neuen Hurogmeten zu beweisen. Dabei wird Ward zu Entscheidungen gezwungen die er nie treffen wollte und auf einen Weg geführt, den er nie gehen wollte. Um sein Land und die Menschen dort zu schützen, stellt er sich gegen den König. Denn der König hat ein magisches Artefakt gefunden, dass nur mit dem Blut eines echten Hurog entfesselt werden kann. Somit sind alle in Gefahr, die Wardwick liebt und die er zu beschützen geschworen hat. Als er in die Gefangenschaft des Königs gerät und in eine Irrenanstalt gesperrt wird, scheint alles verloren. Doch eines hat ihn sein grausamer Vater gelehrt: Widerstand und die Kraft, alles zu ertragen, was einem angetan wird.
Gestählt und mit neuer Kraft beseelt sammelt er treue Freunde um sich, die den Kampf gegen König Jakoven aufnehmen.
Kommentar:
Patricia Briggs schafft es immer wieder, mich von der erste Seite an mit ihren Geschichten zu fesseln und zu bezaubern. Ihre Protagonisten schließt man sofort ins Herz und man lebt und leidet mit ihnen. Egal ob Ward, Ciarra oder Oreg, jede Person ist einzigartig und besitzt eine Tiefe, die man erst auf den zweiten Blick erkennt. Die Geschichten sind stets leicht zu lesen, sehr flüssig und scheinen auf den ersten Blick etwas banal. Aber wie Ward, lernen auch wir, dass die Welt nicht so einfach ist und in den Menschen Abgründe stecken, die besser verborgen geblieben wären. Trotz seiner langsamen Art scharrt Ward von Anfang an Freunde um sich, die seinen Wert schnell erkennen. Er beschützt die, die er liebt. Er steht zu seinem Wort und er ist ein begnadeter Kämpfer und Stratege. Seine Tante Stella hat ihm alles beigebracht, um in der Welt bestehen zu können. Und nun nutzt er seine Ausbildung und sein Wissen, um in dieser Welt zu überleben. Er scheint ein Spielball der Mächtigen zu sein, doch er verliert nie sein Ziel aus den Augen: Hurog für sich zu gewinnen und das Land zu neuer Blüte zu führen. Dabei hat er die Hilfe von Oreg, einem an Hurog gebundenen Magier, der seit Jahrhunderten die Geschicke der Hurogmeten verfolgt und nun in Ward all seine Hoffnungen setzt, den Fluch zu brechen, der auf dem Land und der Burg liegt.
Die Geschichte wird durch sehr ausführliches Kartenmaterial ergänzt, das Cover ist in tiefem rot gehalten und zeigt einen Drachen. Etwas irreführend, da es sich hier um die Geschichte eines jungen Mannes handelt, der seinen Mann stehen muss. Das er letztendlich auf diesem Weg auch Drachen und Götter trifft, spielt keine wesentliche Rolle, denn das Herz der Geschichte ist er alleine.
Obwohl ich ein Fan von Erikson und Sanderson bin, die mit einer Sprachgewalt daher kommen, die Ihresgleichen sucht, beeindruckt mich Patricia Brigss mit ihrer Schlichtheit ebenso sehr, wie die Meister der epischen Fantasy. Es ist durchaus auch eine Kunst, in einfacher und klarer Sprache Dinge gefühlvoll und betörend auszudrücken. Daher steht die Autorin, trotz ihrer Schlichtheit, auf meiner Favoritenliste ganz oben.
9 von 10 Sternen
Fazit:
Bücher von Patricia Briggs sind immer voller Leben und Gefühl. Sie machen einem den Alltag leichter, verfügen über liebenswerte Geschöpfe und einer klaren und einfachen Sprache. Ich würde sie jedem Neueinsteiger in dieses Genre wärmsten ans Herz legen

Titel: Drachenzauber

Originaltitel: Dragon blood and dragon bones

Autorin: Patricia Briggs

Übersetzer: Regina Winter

Verlag: Heyne, TB, 800 Seiten

ISBN: 978-3453523098

28 August 2016

Der Weg der Könige von Brandon Sanderson SPOILER!!




In den  alten Zeiten wurde das Volk von Roschar von den Göttern beschützt. Doch eines Tages verschwanden die Götter und hinterließen nur Chaos und Tod. Einzig ihre magischen Artefakte und Sturmklingen blieben der Welt erhalten. Wer über eine Sturmklinge verfügt, ist ein mächtiger Mensch. Es geht die Legende, dass auch ein einfacher Bauer, der eine Sturmklinge erobert, zu einem mächtigen Mann des Reiches aufsteigen kann.
In einer grausamen Welt voller Verrat und Intrigen beschreibt der Autor das Schicksal von vier sehr unterschiedlichen Menschen.  Kaladin, Sohn eines Arztes, der durch Verrat als Sklave endet. Dalinar, Großherzog und Onkel des Königs, der von Visionen geplagt wird. Szeth, ein Assassine, der über eine Splitterklinge verfügt und Schallan eine junge Frau, der größter Wunsch es ist, Wissenschaftlerin zu werden.
Kommentar:
Dies ist der Auftakt zu einer gigantischen Fantasyserie, die aus acht Bänden bestehen soll. Jeder Band hat zwischen 800 und 1000 Seiten, so dass dem Leser Monate des Lesevergnügens bevorstehen. Die Bücher sind wieder mit allen Extras ausgestattet, die man von einem Autor wie Sanderson einfach erwartet. Im inneren der Einbände befinden sich Karten der Länder sowie ein Glossar.  Besonders zu erwähnen sind Isaac Stewart, Ben McSweeney  und Greg Call, die den Kapiteln wunderschone Illustrationen beigefügt haben. Man könnte meinen, Schallan habe ihre Hände geführt.  Alles in allem ist das Buch schon eine Gesamtkunstwerk, ohne dass man eine Zeile gelesen hat.  Und der Inhalt spiegelt das schön gestaltete Äußere.
Bei der Gestaltung der Welt hat sich der Autor sehr viel Mühe gegeben, jedes Detail ist an seinem Platz, nichts klingt unlogisch oder merkwürdig. De Welt, ist, wie sie ist: Merkwürdig, grausam, zerstörerisch aber auch wunderschön und voller Überraschungen. Sie ist nicht an unsere Welt angelehnt sondern der Autor hat etwas völlig neues und eigenständiges geschaffen, eigenwillige Völker und Kulturen, merkwürdige Pflanzen und Tiere und eine harte und grausame Umgebung. Das Leben wird von Großstürmen beeinträchtigt, die den Menschen die Haut in Fetzen reißt.
Kaladin und Syl:
Kaladin, der Sturmgesegnete,  wird zu Kaladin, dem Verfluchten. Allen, denen er helfen möchte, sterben. Er wird verraten und als Sklave verkauft. Nach mehreren Fluchtversuchen landet er bei den Brückenmännern der Brücke vier.  Dort herrschen Resignation, Teilnahmslosigkeit, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.  Doch Kaladin ist nie alleine, das Windspringsel  Syl begleitet ihn und weicht ihm nicht von der Seite. Ein seltsames Verhalten für einen Wind wirbel, kennen sie doch kein heute und kein morgen, zeigen kein Interesse an den Taten der Menschen und verfügen normalerweise über kein klares und strukturiertes Denken. Doch Syl ist anders.
Als Kaladin bei Brücke vier ankommt gibt er sich auf, er verliert sich, wird leer und abgestumpft. Doch Syl gelingt es, einen Funken Lebenswillen in dem jungen Mann zu wecken. Er, der sich stets um die Schwachen gekümmert hat, übernimmt nun das Regiment über Brücke vier und macht es sich zum Ziel zu überleben. Durch  die Übernahme der Verantwortung für die anderen Männer hat er einem Anker zum Leben.  Er versucht, die Brückenmänner zu einer Einheit zu Formen um ihr überleben zu sichern. Doch zu Beginn hat er nur wenig Erfolg. Die Männer sind gebrochen, denken nur noch an die nächste Mahlzeit und an Schlaf. Als Sklaven haben sie keine Zukunft, der Tod bedeutet Erlösung. Sie haben keine Erinnerung mehr daran, was es bedeutet zu leben.
Dalinar, Adolin  Renaren Sadeas und Nivani
Dalinar zehrt von seinem legendären Ruf als Schwarzdorn. Einst war er ein gefürchteter Kämpfer, der von allen respektiert und von seinen Männern geliebt wurde. Seine beiden Söhne Adolin und Renaren eifern ihm nach. Doch neuerdings wird Dalinar von Visionen geplagt. Von Bildern aus der Vergangenheit und möglichen Hinweisen auf die bevorstehende Zukunft. Er beginnt, die Lebensweise und Einstellung seines Volkes zu hinterfragen und stellt den ganzen Krieg in Frage. Das macht ihn zu einem leichten Ziel seiner politischen Gegner, angeführt von Sadeas, die den Onkel des Königs und zweitmächtigsten Mann im Reich aus dem Weg haben möchten.  
Einst waren Sadeas und Dalinar  beste Freunde und Vertraute des Königs. Durch ihr Versagen, König Gavilar zu beschützen und zu retten, zerbricht ihre Freundschaft. Beide haben  versagt und ihr Scham verwandelt sich in gegenseitige Abneigung. Nur die Sorge um den neuen König lässt sie zusammen arbeiten. Doch je mehr Dalinar sich ändert und seinen Visionen vertraut, desto größer wird die Kluft zwischen den beiden Großfürsten
Dalinar geht den Weg der Könige. Dabei handelt es sich um einen Ehrenkodex für die Herrschenden. aus längst vergangener Zeit.  Er  beinhaltet  Ideale wie Mut, Tapferkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Treue, an die sich die Herrscher halten sollen.  Dalinar wird klar, dass sich niemand mehr an dieses Kodex hält, er wird von den anderen Großfürsten verhöhnt und verspottet, sogar seine Söhne beginnen an ihm zu zweifeln. Doch Dalinar nimmt die Vorgaben des Kodex nicht einfach so hin, er stellt die Strahlenden durchaus in Frage. Warum haben sie nur mächtige Waffen für die Krieger geschaffen, statt den einfachen Menschen hilfreiche Werkzeuge zur Verfügung zu stellen.? Warum haben die Strahlenden lediglich den schon Privilegierten geholfen und nicht dem einfachen Volk.? Sein Festhalten an dem Kodex verbietet es Dalinar aber auch, sich seine Liebe zu Navani einzugestehen. Sie ist die Witwe seines Bruders und somit Tabu. Doch Navani ist eine Königswitwe und Königsmutter und sucht nach Wegen, Dalinar für sich zu gewinnen.
Szeth:
Szeth ist ein Unwahrer und wurde aus seiner Heimat Schinovar verbannt und als Sklave verkauft. Er verfügt über die ungewöhnliche Fähigkeiten eines Assassinen und er besitzt eine Strahlenklinge, was ihn zu einem unbesiegbaren Attentäter macht. Er tötet König Gavilar und begibt sich damit auf einen Pfad des Todes, der nur mit seinem eigenen Tod enden kann.
Jasnah und Schallan:
Schallan, eine junge Frau aus behütetem Haus begibt sich auf eine lange Reise. Sie möchte Schülerin und Mündel der berühmten Jasnah Kolin werden.  Jasnah ist die Schwester des Königs und eine der mächtigsten Frauen der Welt.  Jasnah befindet sich in der Stadt Kharbranth um Nachforschungen über die Bringer der Leere anzustellen und herauszufinden, was die Wüstwerdung bedeutet. Wie ihr Onkel Dalinar ahnt sie, dass Veränderung in der Luft liegt und der Welt großes Unheil droht. Schallan befindet sich in einem ständigen Konflikt zwischen der Treue zu ihrer Familie und ihrer Liebe zur Wissenschaft. Denn nicht Wissbegierde hat sie zu Jasnah geführt, sondern ein perfider und hinterhältiger Plan.
Dieses Buch ist lediglich eine 888 Seiten lange Einführung in eine Geschichte, die noch gar nicht richtig begonnen hat, den Leser aber schon vermittelt, mittendrin zu sein. Die Figuren werden positioniert, der Rahmen gesteckt und Fäden werden verknüpft. Interessant ist, dass sich ein Herrscher und ein Sklave unabhängig voneinander an den  gleichen Ehrenkodex halten.  Sanderson lässt den Protagonisten viel Raum sich zu entwickeln, er überstürzt nichts. sondern führt den Leser langsam in seine Geschichte ein. Das mag vielen Lesern, die auf Action stehen, zu  schwerfällig und mühselig sein, doch ich liebe diesen langsamen und ruhigen Stil des Autors, der mit jedem Satz die Spannung halten kann. Für mich erreichen die Sturmlicht Chroniken das gleiche Niveau wie das Spiel der Götter von Steven Erikson.
Fazit:
Wunderbar und genial. Ein Werk epischen Ausmaßes, von dem ungeduldige Leser die Finger lassen sollten.
Titel: Der Weg der Könige
Reihe: Die Sturmlichtchroniken Band 1
Übersetzer: Michael Siefener
Original: The way of kings, the stormlight archive book 1
Verlag: Heyne, Hardcover, 898 Seiten
ISBN: 978-3453317109

27 August 2016

Der Stern des seth von Amalia Zeichnerin



Die Geschichte spielt im Jahr 1885. Das Jahr, in dem Daimler und Maybach den ersten Reitwagen schufen und  die 11 Stunden Arbeitswoche festgelegt wurde . Das Jahr in dem  viele Länder unter den Kolonialmächten zu leiden hatten und im Sudan ein blutiger Krieg stattfand.
In dieser Zeit spielt die abenteuerliche Geschichte, in der es nach der Suche um ein Artefakt geht, dass seit Jahrhunderten verschollen ist.
Immanuel Goldstein wird von seinem alten Freund, dem Earl of Eavesfield kontaktiert, mit der Bitte, ihn zu besuchen. Als der Erfinder und Ingenieur auf dem Landsitz des Lords eintrifft, stellt er fest, dass er nicht der einzige geladene Gast ist. Er trifft auf die Journalistin Gemma Hawthorne, den Wissenschaftler und Arzt Doktor Frederic McAllister und den Kriegsveteranen Vincent Wright.
Der Earl macht den Anwesenden einen kaum abzulehnendes Angebot. Sie sollen in den Sudan reisen und ein verschollenes Artefakt suchen, den Stern des Seth. Niemand weiß, wie dieses Artefakt aussieht und was es  bewirkt oder über welche Macht es verfügt, doch es ranken sich viele Legenden darum.
Der adelige Unternehmer bietet den Gästen an, alle Kosten für diese abenteuerliche und gefährliche Reise zu übernehmen und jedem eine Belohnung über hundert Pfund, wenn sie erfolgreich sind.  Obwohl sich die Anwesenden nicht kennen und das alle eher für eine verrückte Idee eines überkandidelten Adeligen halten, nehmen sie den Auftrag an, da sie alle die Belohnung gut gebrauchen können. Mit einem Luftschiff reisen die vier Gefährten nach Ägypten, wo der Archäologe Ian Huntington zu ihnen stößt. Nachdem sie sich mit allem versorgt haben, was für einen Aufenthalt in der Wüste notwendig ist, begibt sich das Quintett auf die Reise zum Berg Barkal, wo der Stern des Seth vermutet wird. Trockenheit, Hitze, Durst,  Räubern und Rebellengruppen sind nicht die einzigen Gefahren, denen sich die Abenteurer stellen müssen.
Der Stern des Seth ist ein Steampunk Roman, der alle meine Erwartungen erfüllt hat. Obwohl die Geschichte auf den ersten 200 Seiten sehr erwartungsgemäß verläuft, schafft es die Autorin in der Folge, alle Leser zu überraschen und zum Staunen zu bekommen.
Laut Wikipedia bedeutet Steampunk 
Zitat" moderne und futuristische technische Funktionen mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpft, wodurch ein deutlicher Retro-Look der Technik entsteht. Zitatende.
Amalia Zeichnerin hat dies wunderbar getroffen. Es gibt Luftschiffe, ein sogenanntes Dampfnetz, welches man als Vorgänger des Internet ansehen kann, Falkenroboter oder mechanische Prothesen. Nichts erscheint unglaubwürdig oder überspannt sondern fügt sich sinnvoll in die Geschichte ein.
Der Mix aus Geschichte, Abenteurer und Romantik fesselt den Leser von der ersten Seite an, auch sprachlich ist der Roman sehr gelungen. Vor allem der Wechsel der Perspektive erhöht die Spannung etwas, da jeder Protagonist zu Wort kommt und so das Abenteuer aus Sicht eines jeden Teilnehmers beleuchtet wird. Einige kleine Logik- oder Rechtschreibfehler stören den Lesefluss dabei nicht sonderlich, zu sehr ist man gefesselt von der Handlung.
Das Cover verdeutlich schon, um was es in dem Buch geht. Horus und Anubis flankieren den Titel, oberhalb sehen wir Gemma Hawthorne in ihrem sehr ausgefallenen Look.  Was ich immer als sehr positiv empfinde ist das Beifügen einer Karte und eines Personenregisters, beides ist hier vorhanden und schafft schon ein gewisses Ambiente und verführt dazu, das Buch lesen zu wollen.
Ich kann dieses Buch ohne Zögern an alle Fans des Genre weiterempfehlen die Geschichte macht Spaß und führt den Leser in ein vergnügliches Abenteuer.
8 von 10 Sternen
Titel: Der Stern des Seth
Verlag: Selfpublishing,  books on demand Norderstedt, 296 Seiten
ISBN: 9783739220338

Die unendliche Geschichte von Michael Ende KLASSIKER



Auszug aus meiner Rezension bei www.fantasybuch.de
Bastian Balthasar Bux ist ein Verlierer auf der ganzen Linie. Pummelig, eine Niete im Sport, von seinen Mitschülern gehänselt und gemobbt. Nur eines kann er gut: Geschichten erfinden. Doch dieses Talent nützt ihm wenig, als er wieder einmal von seinen Klassenkameraden verfolgt wird. In seiner Not flieht Bastian in den erstbesten Laden, der auf seinem Fluchtweg liegt. Es handelt sich um die Buchhandlung von Karl Konrad Koreander, einem älteren, etwas abweisenden Herrn, der Kinder nicht sonderlich mag. Als der Besitzer des Buchlandes für einen Moment den Verkaufsraum verlässt, schaut Baltasar neugierig nach, was der alte Mann bei seinem eintreten in den Laden gelesen hat. Es handelt sich um ein Buch mit dem Titel: Die unendliche Geschichte. Nicht nur der Titel, auch das Motiv auf dem Buchrücken fasziniert den Jungen. In einem Moment des Wahnsinns entschließt sich Bastian, das Buch zu stehlen. Er kann dem Sog des Buches nicht entgehen und seine Neugier auf die Geschichte ist unermesslich groß.
Mit dem Buch in der Hand rennt der Junge davon. Statt am Unterricht teilzunehmen, versteckt er sich auf dem Speicher der Schule und beginnt zu lesen, nicht ahnend, dass ihm ein Abenteuer ohnegleichen bevorsteht. Schnell vergisst er seine Umgebung und verliert sich ganz in die Geschichte um die kindliche Kaiserin und dem Jungen Atreju. Das Land Phantasien, dass von der kindlichen Kaiserin regiert wird, steht vor dem Verschwinden, wenn niemand der jungen Regentin einen neuen Namen gibt. Atreju wird ausgeschickt, den Retter des Landes zu finden. Der Jäger aus dem Volk der Grünhäute erlebt auf seiner Suche viele Abenteuer, doch als er nach langer Suche zur kindlichen Kaiserin zurück kehrt, meint er, versagt zu haben. Doch der Retter ist näher als er denkt.
Kommentar:
Als man mich fragte, ob ich diese Neuausgabe lesen und rezensieren möchte, habe ich sofort ja gesagt. Doch es stellt sich die Frage: Kann ein Buch, das einen vor dreißig Jahren so begeistert hat, auch als Erwachsenen noch in den Bann ziehen? Oder ist es ein Wagnis, diese Geschichte erneut zu lesen und eventuell desillusioniert zu werden?
Und ich kann sagen: Die Geschichte hat nichts von ihrer Magie verloren. Es ist allein schon eine Freude, diese Ausgabe nur in die Hand zu nehmen, denn der Verlag hat sich darauf besonnen, das Buch in seiner alten, wunderschönen Form, neu aufzulegen. Die Schrift ist, wie früher, in zwei Farben gehalten. Ein sattes Grün und ein tiefes Rot. Jedes Kapitel wird durch einen großen, sehr schön illustrierten Buchstaben eingeleitet, der Hinweise auf die Ereignisse des Abschnitts gibt. Ein Buch ohne Bilder aber mit den schönsten Buchstaben der deutschen Literatur.
Das Buch wurde nicht modernisiert oder verneudeutscht .( ja, ja, das ist kein Wort aber man weiß sicherlich, was ich meine) Herr Koriander darf rauchen, Bastian hat Mark und Pfennige in der Tasche und Mobbing nennt sich noch hänseln. Der Liebreiz des Alten weckt Wehmut in den Lesern, die in die Jahre gekommen sind. Wir leiden mit Atreju, der sich von seinem lieben Pferd Artax verabschieden muss, wir fliehen mit ihm vor dem Nichts und wir lernen mit ihm die seltsamsten Bewohner Phantasiens kennen. Wir begleiten Bastian durch das Land, erkennen, wie er sich selbst verliert...
Die vollständige Rezension lesen Sie hier
10 von 10 Sternen
Titel: Die unendliche Geschichte
Autor: Michael Ende
Verlag: Donauverlag, TB, ca. 480 Seiten
ISBN: 978-3522176842