28 Juni 2016

Der Tag des Seher-Das Spiel der Götter Band 5



Auszug aus der Rezension von www.fantasybuch.de
Während auf der einen Seite des Kontinents die Kette der Hunde, angeführt von Hohefaust Coltaine, Richtung Aren zieht, tobt auf der anderen Seite des Landes der Kampf um die Stadt Capustan. Diese wird von einem gewaltigen Heer belagert. Grantl, Stonney und Buke, sowie die beiden Barghast Hetan und Cafal sitzen in der Stadt fest. Das Heer von Caladan Bruth und Dujek Einarm ist noch fünf Wochen entfernt, so dass die Verteidiger der Stadt auf sich alleine gestellt sind, doch sie wissen, dass sie der Belagerung niemals fünf Wochen stand halten können. Die grauen Schwerter verschaffen den Bewohnern etwas Zeit, in die Tunnel unter der Stadt zu flüchten. Dann beginnen sie einen Grabenkampf um jeden Zentimeter der Stadt. Der Preis auf beiden Seiten ist hoch, die Grenzen dessen, was gut und böse ist, verschwimmen. Jede Partei ist zu grausamen Gemetzel fähig, ohne Barmherzigkeit oder Gnade
Lady Missgunst, der T'lann Imass und die drei Seguleh begeben sich auf die Suche nach Toc dem Jüngeren. Lady Missgunst ist zornig und einer zornigen Göttin sollte man aus dem Weg gehen. Einzelne Fäden laufen hier zusammen und bereiten für Toc ein Schicksal vor, dass ihn zu einem weiteren Hauptakteur im Spiel der Götter aufsteigen lässt.
Der schnelle Ben kämpft in anderen Sphären und sein Gegner ist niemand anderes als der verkrüppelte Gott. Dabei erfährt Ben, wer die Gewirre erschaffen hat und welche Möglichkeiten sie noch bieten. Niemand weiß, dass der Magier über mehrere Gewirre gleichzeitig gebieten kann, was ihn zu einem der mächtigsten Zauberer auf dem Kontinent macht. Doch alle seine Magie nützt ihm nicht, als er vor den Toren der Stadt Kollar steht und mit ansehen muss, wie die Götter die Karten einmal mehr neu mischen.
Nachdem sich die Verteidiger der Stadt Capustan und Caladan Bruth sowie Dujek Einarm getroffen haben, macht sich das Heer auf, um den Pannionischen Seher zu vernichten. Doch Kallor, einer der Berater von Calladan Bruth sät Misstrauen unter den Verbündeten, so dass Dujek Einarm mit seinen Brückenverbrennern mit einigen kleinen Teiles des Heeres plötzlich alleine vor der Toren der Stadt steht. Anomander Rake und seine fliegende Festung sind verschollen, die erhoffte Hilfe bleibt aus.
Kommentar:
Seltsame Freundschaften entstehen in der von Krieg zerrissenen Welt. Tiefes Vertrauen und sogar Liebe erblühen an den merkwürdigsten Orten. Itkovian, ehemaliger Schild Amboss des Gottes Fener, ist eine der tragischen Figuren dieses Bandes. Belastet mit der Schuld und dem Kummer tausender Seelen, hat niemanden mehr, an den er sich wenden kann. Doch er ist nur einer der vielen beeindruckenden Protagonisten. Arthantos, Tippa und Blent, Grantl und Stonney, jede noch so kleine Nebenfigur ist wunderbar ausgearbeitet, der Autor würzt alles mit liebevollen Details. Bis hin zu den beiden Seesoldatinnen, deren Namen der Leser nie erfährt, die aber nichtsdestotrotz das Ihrige dazu beitragen dieses Buch zu etwas besonderem zu machen. Die vollständige Rezension finden Sie hier
Liegt weit über den Bewertungskriterien
Titel: Der Tag des Sehers
Reihe: Das Spiel der Götter
Übersetzer: Tim Straetmann
Cover und Illustration: Inkcraft
Verlag: Blanvalet, TB, 764 Seiten
ISBN: 9783442269917

Die eisige Zeit-Das Spiel der Götter Band 4



Auszug aus der Rezension von www.fantasybuch.de
Die eisige Zeit ist der vierte Band der Serie: Das Spiel der Götter von Steven Erikson. Ein neuer Feind taucht auf und verschlingt Stadt um Stadt. Also muss sich Dujek Einarm mit Darujhistan einigen, um gemeinsam der sogenannten "Pannionischen Domäne" gegenüber zu treten.
Zu ihnen stößt der Kriegsherr Caladan Bruth mit den Resten seiner einst gewaltigen Armee. Ein ungewöhnliches Bündnis, war doch Caladan Bruth bisher der mächtigste Gegner des malazanischen Reiches. Doch nun stellen sie sich gemeinsam dem Feind, den sie nicht kennen und über den sie nichts wissen. Caladan Bruth und Dujek Einarm haben sich über viele Jahre in unzähligen Schlachten gegenüber gestanden. Nun kommt es zu einem bemerkenswerten historischen Bündnis, welches das Gefüge der Welt erschüttern wird.
Zu ihnen stoßen die Tiste Andii und ihr Kommandant Anomander Rake mit der fliegenden Festung Mondbrut, die Rhivi mit ihren Herden, die Ilgres Barghast und viele Söldner, die durch das Einigung der ehemaligen Feinde nun ziellos durch die Gegend streifen. Im vereinten Heer werden neue Positionen eingenommen, man schätzt sich ab und wächst zu einer Einheit zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, die Stadt Capustan vor dem panonischen Heer zu schützen und dem Feind eindrucksvoll Stärke zu demonstrieren und ein Zeichen zu setzen.
In der belagerten Stadt befindet sich eine legendäre Söldnertruppe, die sich die grauen Schwerter nennt. Durch politische Intrigen und auf Grund interner Machtkämpfe zwischen Fürst und Priesterschaft sind sie zur Tatenlosigkeit verdammt. Der schnelle Ben nimmt Kontakt zu ihnen auf, um Angriff und Verteidigung miteinander zu koordinieren. Doch die Reise durch die Gewirre wird immer schwieriger, da diese langsam aber sicher vergiftet werden. Denn nicht nur die Pannionische Domäne ist ein neuer und mächtiger Feind, auch der verkrüppele Gott bereitet sich auf einen Angriff auf die Welt vor. Sein Zorn gegenüber den Göttern und den Menschen ist unermesslich und er plant eine furchtbare und alles vernichtende Rache.
Spieler werden in Position gesetzt, Götter wählen ihre Favoriten, Ursache und Wirkung so mancher Nebenstränge aus vorherigen Bänden werden klarer.
Kommentar:
Wer alte Bekannte erwartet wird als Leser sicherlich enttäuscht werden. Zwar gibt es Figuren wie Elster, Dujek Einarm, Paran und Anomander Rake, die als roter Faden dienen, doch zu unterschiedlich sind die Erzählstränge und Handlungsorte, um von Band zu Band einen Zusammenhang zu finden. Jeder Band für sich ist einzigartig und der Ideenreichtum des Autors ist bewundernswert. Alle Figuren sind bis ins letzte Detail ausgearbeitet, sie wirken sehr lebendig und absolut real mit all ihren Träumen, Ängsten und Schwächen. Der schwarze, teilweise böse Humor ist überlebensnotwendig, denn die Brückenverbrenner stehen wieder permanent am Rande des Todes, niemand weiß, ob es ein Morgen geben wird. Die vollständige Rezension finden Sie hier 
12 von 10 Sternen nicht zu toppen!
Titel: Die eisige Zeit
Reihe: Das Spiel der Götter Band 4 
Illustrationen und Cover: Inkcraft
Übersetzer: Tim Straetmann
Verlag: Blanvalet, TB, 636 Seiten
ISBN: 9783442269907

Im Bann der Wüste-Das Spiel der Götter Band 3



Auszug aus einer Rezension von www.fantasybuch.de
Die Imperatix Laseen ernennt eine neue Hohe Faust. Der bisher unbekannte Wickaner Coltaine wird der neue Führer der siebten malazanischen Armee. Alle halten diese Ernennung für einen Witz, eine Scharade, einen hinterhältigen Plan des Vermummten. Doch Coltaine entpuppt sich als der überragendste und beeindruckenste Heerführer, den der Historiker Duiker jemals kennen gelernt hat. Der Krieger ist ein Mann weniger Worte, der seine genialen Plänen durchführt ohne sich um die Kritik anderer Menschen zu kümmern und das beschert ihm einen immensen Erfolg.
Duiker erkennt nach und nach die Menschlichkeit und Güte dieses Mannes, der diese Wesenszüge aber tief in seinem Inneren versteckt, da sie in einem derart grausamen Krieg nur ablenkend wirken.
Mit mehr als 50000 Flüchtlingen im Gefolge versucht Hohefaust Coltaine mit seinen Getreuen die Stadt Aren zu erreichen, im Stich gelassen von allen anderen Kommandeuren des malazanischen Imperiums und verfolgt von einem Heer an Feinden, das seinen Kriegern zahlenmäßig um das zehnfache überlegen ist.
Kommentar:
Das Buch hat mich fassungslos und sprachlos zurück gelassen. Ich gebe zu, ich hatte Tränen der Wut und Trauer in den Augen, denn der Autor schenkt dem Leser hier nichts. Die Darstellung des Krieges ist hart und kompromisslos, nichts wird verschönert oder verschleiert, der Leser bekommt die gnadenlose Brutalität der Menschen schonungslos vor Augen geführt.
Unfassbar, dass in diesem Grauen drei Männer eine bedingungslose Freundschaft und einen tiefen Respekt füreinander empfinden. Inmitten des Grauens entwickeln diese tapferen Männer einen sehr schwarzen, ehrlichen Humor, den sie auch in der ausweglosesten Lage nie verlieren. Die Dialoge zwischen Duiker und Bult machen den Handlungsstrang um die Kette der Hunde zu etwas ganz besonderem. Inmitten von Tod und Verzweiflung, erdrückt von einer überwältigenden Übermacht, sind diese beiden Männer die Seele des Heeres und die Unterstützung, die Coltaine als Heerführer braucht. Die vollständige Rezension lesen Sie hier
12 von 10 Sternen :)
Titel: Im Bann der Wüste
Reihe: Das Spiel der Götter Band 3
Illustration und Cover: Inkcraft
Übersetzer: Tim Straetmann
Verlag: Blanvalet, TB, 598 Seiten
ISBN: 9783442269686

Prophezeiung-Alvion 2 von Daniel Thiering

Auszug aus der Rezension von www.fantasybuch.de


Die letzte Hoffnung für Septrion liegt in einer uralten Prophezeiung des Magiers Beniatius. Dieser hat vor Äonen gelebt und die jetzigen Ereignisse kommen sehen. Um diese Vorhersage zu erfüllen, begeben sich die Gefährten auf den Weg nach Meridia. Dort, im Herzen des Feindes, sollen sie sich Molaar direkt entgegenstellen. Nur wenn der Kopf der Schlange abgetrennt wurde, besteht für Septrion eine Chance, den Krieg zu gewinnen.
Zu Alvion Trey, Tian Lux und der Magierin Salina gesellen sich weitere Wesen, so dass sich der Trupp aus je einem Mitglied der Kinder Velias zusammen setzt. Das bedeutet aber auch, dass seit Urzeiten verfeindete Völker plötzlich zusammen arbeiten müssen. Gerade Tian fällt dies nicht leicht, da das Volk der Kragier schon immer ein erbitterter Feind Argions war.
Die Gefährten reisen in zwei Gruppen nach Meridia. Sehr zum Missfallen von Alvion wird er dabei von Salina getrennt. Doch der alte Beniatius hat schnell erkannt, dass die Gefühle, die Alvion und Salina füreinander hegen die Mission gefährden könnten. So machen sich Alvion und Tian zusammen auf dem Weg und Salina bekommt den Kragier Geras und den jungen Olk als Mitreisende. Zu ihnen gesellt sich der Zal Marcon, der auf seine unnachahmliche Art stets für Erheiterung sorgt.
Während die Gruppe unterwegs ist, wird der Kampf in Septrion an allen Fronten fortgeführt. Argion ist gefallen, Perlia wurde aufgegeben und auch die Stadt Vim kann dem Ansturm der feindlichen Übermacht nicht mehr lange stand halten. Einzig den Zal gelingt es, dem Feind eine mächtige Niederlage zuzufügen. Dies veranlasst Molaar seine restlichen Magier von Meridia nach Septrion zu entsenden, was den Gefährten ihre Einreise nach Meridia erleichtert.
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die Freunde müssen den abtrünnigen Magier vernichten, bevor ganz Septrion in die Hand des Feindes fällt.
Kommentar:
Wer nach Band eins Zweifel hat, ob er der Geschichte weiterhin folgen soll dem kann ich raten: Tut es. Das zweite Buch nimmt wesentlich schneller Fahrt auf und ist von der ersten Seite an spannend. Zu Beginn der Geschichte hat der Leser viel über die Länder, ihre Historie, Politik und ihr Verhältnis zueinander erfahren. Ebenso über die Lebensgeschichte der Protagonisten. Das hat das erste Buch natürlich etwas zäh gestaltet. Doch hier wird der Leser sofort in die Geschehnisse hinein katapultiert.
Wie es weiter geht lesen Sie hier.
8 von 10 Sternen
Titel. Prophezeiung
Reihe: Alvion Band 2
Autor: Daniel Thiering
Cover: Michel Fouarge
Verlag: Silvanima, TB, 390 Seiten
ISBN: 9783945657065

26 Juni 2016

Vorzeichen-Alvion 1 von Daniel Thiering

Auszug aus einer Rezension von www.fantasybuch.de


Alvion Trey ist der letzte Überlebende seines Volkes. Als Kind musste er mit ansehen, wie seine Landsleute von den Skelettkriegern Meridias abgeschlachtet wurden und seine Heimat, die Insel Alyra, durch einen magischen Angriff im Meer versank.
Nun, Mitte zwanzig, durchstreift er als Söldner die Länder Septrions, rast-und ruhelos, ohne Freunde oder feste Bindungen, ein einsamer Krieger auf der Suche nach etwas Glück. Niemandem offenbart er seine wahre Herkunft. Erst als er Tian Lux kennenlernt, findet er endlich einen Freund, der ihm bald näher als ein Bruder ist und dem er bedingungslos vertraut. Tian Lux ist ein Argion, sein Volk lebt im Nordosten Septrions, in den tiefen und dunklen Wäldern des Landes.
Gemeinsam verdingen beide sich als Söldner und erleben viele Abenteuer. Nach zwei Jahren gemeinsamer Reisen begibt sich Tian Lux zurück in seine Heimat um seine Familie zu besuchen. Doch die jungen Männer vereinbaren, sich nach dem Winter erneut zu treffen, um gemeinsame Wege zu gehen. Es kommt jedoch anders als geplant. Meridia, der legendäre Feind Septrions bricht den jahrelangen Frieden und landet mit einer riesigen Flotte in Ostsolien. Wichtige Küstenstädte fallen innerhalb von Stunden und der Feind rückt unaufhaltsam ins Binnenland vor.
Der Gegner hat Magier in seinen Reihen und somit einen uralten Pakt verletzt. Die Magier hatten geschworen, ihre gewaltigen Kräfte niemals für einen Krieg einzusetzen. Doch nach der Trennung des Ordens haben sich die Abtrünnigen nach Meridia begeben und der dunklen Magie zugewendet. Die alten Regeln gelten nicht mehr.
Alvion Trey tritt in die Armee ein. Da er über ein Offizierspatent verfügt, spielt er schnell eine gewaltige Rolle in einem Krieg, der schon bald verloren scheint. Auch Tian Lux meldet sich zum Kampf, um seine Heimat Argion vor den Scharen des Feindes zu schützen. Die Argion sind Bauern, Jäger, Fallensteller und Händler, sie haben den mächtigen Heer Meridias kaum etwas entgegenzusetzen. So sind Tians Erfahrungen als Söldner sehr gefragt.
Alvion findet in dieser Phase seines Lebens nicht nur einen Freund in Tian Lux, sondern auch seine große Liebe. Salina ist eine Magierin, die zum Orden vom Seelenwald gehört. Um Septrion zu retten, greifen die zurückgezogene lebenden Magier in den Kampf ein, denn sie erkennen schnell, dass Septrion ohne magischen Beistand verloren ist.
Kommentar:
Fangen wir mit dem Äußeren des Buches an. Das Buch erschien bei einem relativ unbekannten Verlag, doch dieser hat sich mit der Gestaltung sehr viel Mühe gegeben. Michel Fouarge hat ein dunkles, atmosphärisches Cover gestaltet, das durch seine Zurückhaltung umso eindrucksvoller wirkt. Beim Öffnen des Buches präsentieren sich dem Leser zwei detaillierte Karten von Septrion und Meridia. Jeder Autor, der sich die Mühe gibt, seine Fantasie den Leser zusätzlich auf diese Art nahe zu bringen, hat ein Lob verdient . Am Ende der Geschichte wird der velische Kalender erläutert, abschließend wurde eine Kurzbiografie des Autors und des Grafikers beigefügt. Wie esweiter geht lesen Sie hier 
7 von 10 Sternen
Titel: Vorzeichen
Reihe: Alvion Band 1 (Tar Naraan Zyklus)
Autor: Daniel Thiering
Cover: Michel Fouarge
Verlag: Silvanima, TB 408 Seiten
ISBN: 9783945657041