28 Mai 2017

Der Weg des Inquisitors von Frank Rehfeld



https://www.randomhouse.de/Paperback/Der-Weg-des-Inquisitors/Frank-Rehfeld/Blanvalet-Taschenbuch/e482533.rhd
Torin wird als Baby vor den Portalen eines Klosters ausgesetzt. Nichts deutet auf seine Herkunft hin, er besitzt nichts, außer einem Medaillon, das jedoch ohne jegliche Gravuren ist und keinen Hinweis auf seine Identität gibt.
Im Kloster erzogen und schon als Kind den kirchlichen Regeln unterworfen, setzt sich schon früh in dem Jungen der Traum fest, Inquisitor zu werden. Ein Traum wird es wohl bleiben, denn eines der höchsten Ämter in der Kirche ist den Reichen und Privilegierten vorbehalten. Eltern zahlen ein Vermögen, um ihren Kindern diese Ausbildung zu ermöglichen, die sechs Jahre währt und sehr an den Kräften und am Glauben zehrt. Torin ist dies nicht bekannt und er hält an seinem Traum fest. Als Großinquisitor Balista in das Kloster kommt, um eine Hexenbefragung durchzuführen, nimmt sich Torin ein Herz und erzählt dem Würdenträger von seinen Träumen.  Der Mann der Kirche hat nur Hohn und Spott für den Jungen übrig. Bald aber erkennt er, dass Torin anders ist als die übrigen Kinder im Kloster, unbeirrbar, glaubensstark, wissensdurstig und zielstrebig. Um dem Jungen seinen Traum auszutreiben, nimmt er ihn mit zu einer Hexenbefragung. Doch statt abschreckend, wirkt diese Demonstration bestärkend auf den Jungen. Als Torin ihm das Leben rettet, beschließt der Inquisitor, den Jungen mit in die Stadt Aurelia zu nehmen und für ihn vor dem Kirchenausschuß zu sprechen. Denn es gibt Ausnahmefälle, in denen die Kirche die Kosten einer Ausbildung zum Inquisitor übernimmt.
Kommentar:
Ich habe schon die Zwergenbücher des Autors gelesen und mir gefallen seine Sprache und sein Schreibstil. Dieses Buch unterscheidet sich sehr von seinen vorherigen Romanen. Hier finden sich keine Geschöpfe wie Elfen, Zwerge, Oger oder Orks. Das Böse bleibt zunächst formlos, es ist nur eine nicht fassbare Bedrohung, die erst gegen Ende des Romans Gestalt bekommt.
Antasia ist eine mittelalterliche Welt, in der die Kirche die wichtigste Rolle spielt. Sie verfügt über mehr Macht und Reichtum als das Herrscherhaus. Wer nicht dem Glauben angehört oder wider der Kirche spricht, gilt als Ketzer und wird verbrannt oder auf andere Art zu Tode gefoltert. Vieles erinnert an das Mittelalter und das ist von Frank Rehfeld auch so gewollt. Statt neue und ausgefallene Begriffe zu erfinden, hält er sich an die bekannten Strukturen, so dass der Leser keine Schwierigkeiten hat, der Handlung zu folgen.
Schon nach dem ersten Drittel des Romans wird klar, dass es sich nicht um einen Einzelband handeln wird. Der Fokus liegt auf Torin und seine Ausbildung. Ein 476 Seiten Buch, in dem es lediglich um die Entwicklung eines Jungen geht. Ist das nicht langweilig? Keineswegs!. Frank Rehfeld schafft es, auch den Kleinigkeiten noch eine Spannung zu verleihen und die Ausbildung des Jungen  für den Leser ein Erlebnis werden zu lassen. Wir leben und leiden mit Torin, Berryl und Shirina, verfolgen ihren Lebensweg und bewundern den Mut, mit dem sie ihrem Ziel entgegen streben. Alle drei Außenseiter in einer privilegierten Gesellschaft. Shirina ist eines der ersten Mädchen, dass zu einer Ausbildung zur Inquisitorin zugelassen wird. Sie wird von den arroganten und verzogenen reichen Sprösslingen der Gesellschaft nicht akzeptiert, die den Platz einer Frau am Herd sehen. Berryl ist zwar groß und stark aber wirkt etwas dümmlich. Und Torin als hergelaufene, arme Waise stößt vom ersten Tag an auf Ablehnung. Da er  seine Kindheit in einem Kloster und nicht an einem Fürstenhof verbracht hat, weist er viele Defizite auf. Er kann keine Waffen führen, nicht reiten und auch die karge Bildung im Kloster hat ihn nicht darauf vorbereitet, was es alles zu lernen gibt.
Die drei Außenseiter schließen sich zusammen und es macht dem Leser Spaßt ihrer Entwicklung zu folgen. Das Buch ist weder langatmig noch einfallslos, obwohl der größte der Teil Handlung über die Ausbildung der Kinder handelt.
Im Inneren des Buches findet sich eine Karte Antasias, so dass wir den Reisen des Inquisitors gut folgen können und eine Vorstellung von der Größe des Landes bekommen. Die Umschlaggestaltung übernahm wieder Inkcraft. Es vermittelt einen guten Eindruck darüber, was den Leser erwartet.
Ich habe das Buch über das Bloggerportal bekommen und Danke dem Verlag für die Zusendung.
Fazit:
Keine typische Fantasy mit den gängigen Figuren, sondern eine von der Kirche geprägte Welt, die sehr an das Mittealter erinnert. Ich freue mich auf weitere Bände, denn die Geschichte hat noch viel Potenzial.
Titel: Der Weg des Inquisitors
Autor: Frank Rehfeld
Cover: Inkcraft
Verlag: Blanvalet, Softcover, 476 Seiten
ISBN: 9783734160561

25 Mai 2017

Gefallen- Die Ära der Götter Band 2 von Ben Peek



https://www.piper.de/buecher/gefallen-isbn-978-3-492-26972-8
Nach dem Fall von Mireeas bitten die Überlebenden um Zuflucht in Yeflam. Dort herrscht Aelyn, die Schwester Quians, seit ewigen Zeiten und brachte dem Land Frieden und Wohlstand. Die Flüchtlinge sind dort nicht gerne gesehen, fürchtet man doch, dass sie den Krieg mitbringen.  Um die Bewohner Yeflams gnädig zu stimmen, liefert Lady Wegan ihnen Quian aus, der die beiden Magier Bo und Fau getötet hat. Doch eigentlich liefert sich Quian, der sich heute Zaifyr nennt,  selber aus. Denn er möchte unbedingt einen öffentlichen Prozess, um die Einwohner Yeflams auf die Gefahren des Gottkindes hinzuweisen. Diese neue Göttin scharrt immer mehr Anhänger um sich und wird zusehends mächtiger. Auch in Yeflam erscheinen die ersten Prediger und versuchen, die Bevölkerung zu bekehren. Um sich gegen das Gottkind zu wappnen, ruft Zaifyr seine anderen Geschwister nach Yeflam.

22 Mai 2017

Verflucht - Die Ära der Götter Band 1 von Ben Peek



https://www.piper.de/buecher/verflucht-isbn-978-3-492-26971-1
Die Götter haben sich in einem Äonen währenden Krieg selbst vernichtet. Ihre Gebeine liegen über der ganzen Welt verstreut.  Auf ihnen entstehen die Städte der Menschen. Die Menschen leben ohne Götter, auf sich selbst und ihre Fähigkeiten vertrauend. Doch die Götter sind nicht tot, aus den Tiefen der Erde heraus berühren sie noch immer die Wesen der Welt. Männer oder Frauen, die von den Götter berührt  werden und seltsame Fähigkeiten entwickeln, gelten als verflucht. Man meidet sie, hat Angst vor ihnen und vertreibt sie aus der Gesellschaft.
Ayae ist eine dieser Verfluchten. Ihr ruhiges und friedliches Leben ist vorbei, als sie unversehrt aus einem wütenden Feuer auftaucht, ohne eine einzige Brandblase am  Körper.  Die junge Frau verändert sich, in ihrem Zorn kann sie Brände entfachen und sie wird körperlich so schnell, dass man nur noch Schemen von ihr erkennen kann. Feuer ist ein Aspekt des Gottes Ger, der einst Hüter der Elemente war.
Qian nimmt sich der jungen Frau an und versucht ihr zu vermitteln, dass ihre neuen Fähigkeiten kein Fluch sondern eher ein Segen sind.  Qian muss es wissen,

20 Mai 2017

Fabelheim-Im Kerker der Dämonen von Brandon Mull



https://www.randomhouse.de/Autor/Brandon-Mull/p222220.rhd
Der Kampf um Fabelheim und die anderen Reservate geht weiter. Zwei Artefakte haben die Ritter der Morgenröte, drei sind in den Besitz des Feindes gelangt.
Obwohl die Ritter der Morgenröte vor der Hinterlist des Feindes gewarnt sein sollten, sind sie zu vertrauensselig und laufen in eine Falle des Sphinx, so dass dieser alle Artefakte an sich bringen kann. Nun muss er nur noch die Ewigen töten, dann kann er die Dämonenschlund öffnen. Die Ewigen sind mit der Magie der Artefakte verbunden. Fünf Ewige für fünf Artefakte. Noch weiß der Sphinx nicht, wo sie sind, doch mit Hilfe des Okulus wird er es sicher schnell heraus finden.
Während Oma und Opa Sorensen, Mara und auch die Eltern von Seth und Kendra Gefangene des Sphinx sind, liegt es nun an Kendra und Seth, die Welt zu retten.

14 Mai 2017

Die Macht des Rings von Stephen R. Donaldson



https://www.randomhouse.de/ebook/Die-Macht-des-Rings/Stephen-R.-Donaldson/Heyne/e487692.rhd
Auf leisen Sohlen schleicht sich das Grauen in das Leben von Thomas Covenant. Erst ist es nur eine harmlose Wunde, die sich entzündet und schwärt. Dann lautet die Diagnose plötzlich Lepra. Aus dem erfolgreichen Schriftsteller und glücklichen Familienvater wird ein Isolierter, ein Ausgestoßener, der alles verliert, was ist ihm lieb und teuer ist.
Angetrieben von Wut und Zorn, weigert er sich, aufzugeben. Er lernt alle Verhaltensmaßregeln, die für einen Leprakranken überlebensnotwendig sind, verlässt das Sanatorium und kehr zurück auf seine Farm.  Doch die Welt will ihn nicht wiederhaben. Die Menschen meiden ihn und Thomas verliert alle sozialen Kontakte. Die archaische Furcht der Menschen vor Aussätzigen lässt die Mitbewohner der Kleinstadt unmenschlich und grausam handeln und treibt den Schriftsteller immer mehr in die Isolation und Einsamkeit.  Sein Leben ist nicht einfach, jede Verletzung kann zu seinem Tod führen. Trotzdem macht er sich eines Tages zu Fuß auf den Weg in die Stadt, um der Welt zu trotzen und die Menschen zu zwingen, ihn zur Kenntnis zu nehmen.

04 Mai 2017

Der Fährmann von Christopher Golden



https://www.buchheim-verlag.de/
Einst waren Janine und David ein Paar, bis Janine David wegen eines anderen Mannes verließ. Als David erfährt, dass Janine ihr Baby verloren hat und von Spencer getrennt lebt, vergisst er ihren Zwist und steht ihr zur Seite. Alte Gefühle flammen zwischen ihnen wieder auf. Janine stand an der Schwelle des Todes, doch, im Gegensatz zu ihrem Kind, hat sie den Weg zurück in die Welt geschafft. Schon bald wird allerdings klar, dass die junge Frau nicht alleine zurück gekommen ist.
Kommentar:
Spätestens seit Buffy ist mir Christopher Golden ein Begriff. Wenn man die lange Liste seiner Veröffentlichungen anschaut, erkennt man, dass hier ein Meister seines Fachs am Werk ist. In Kombination mit John Howe als Illustrator und Bernhard Kleinschmidt als Übersetzer hat der Leser nun Buch in der Hand, das keine Wünsche offen lässt.

Königin der Spiegelkrieger von Werner Karl



https://www.amazon.de/Koenigin-Spiegelkrieger-Werner-Karl/dp/1507721099/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1493886579&sr=8-15
Aus der römischen Patrizierin Lucia wird die Königin des Nordens Arianrhod mac Ruith. An ihr liegt es nun, die Picten zu einen und den Kampf gegen Rom fortzuführen. Und sie scheint Erfolg zu haben. Den Römern stehen Krieger gegenüber, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen. Das löst Grauen und Entsetzen unter den disziplinierten Truppen aus, deren Reihen sich in Panik auflösen. Und die Römer haben nicht mit dem Geschick und den klugen Taktiken ihrer Gegner gerechnet. Sie erachten die Picten als Barbaren an, unwissende, primitive Krieger. So geht es auch Ulpius Marcellus, dem neuen Statthalter Roms für Britannien. Seine ganze Flotte wird von den Barbaren vernichtet und er muss mit acht verbliebenen Krieger durch das Land der Feinde ziehen, um eine römische Garnison zu erreichen. Dabei kommt er dem Geheimnis der Picten und ihrer Macht auf die Spur. Und er sieht, wie sich Picte gegen Picte wendet, ein Zeichen, dass doch noch nicht alle Stämme vereint sind und die Römer somit noch eine Chance haben.
Arainrhod kämpft derweil gegen Verrat in ihren eigenen Reihen. Nur Swidger und Inga besitzen ihr volles Vertrauen, jeder könnte der Verräter sein, der ein Bündnis mit den Skoten einging, um sie zu verraten.